Projekt Beschreibung

  • Hersteller: MERCEDES-AMG

  • Modell: AMG GTs

  • Erstzulassung: 28.05.2015 in Bretten

  • Laufleistung: original 27.277 km

  • Motor: V8 Biturbo Motor mit Kraftstoffdirekteinspritzung

  • Hubraum: 3.982 ccm

  • Leistung: 375 kW (510 PS) bei 6.250 U/min

  • Höchstgeschwindigkeit: 310 km/h

  • Getriebe: AMG Speedshift DCT 7-Gang-Sportgetriebe

  • Leergewicht: 1.645 kg

  • Abmessungen: Länge 4.563 mm, Breite 1.939 mm, Höhe 1.288 mm

  • Lackierung: Glanzschwarz (Unilackierung, DB-Farbcode 040)

  • Innenausstattung: Leder Exklusiv Sattelbraun (DB-Ausstattungscode 564A/560A)

  • Ausstattung: Audio-Navigationssystem: COMAND Online, DVD-Wechsler, Einstiegsleisten (AMG) beleuchtet, Exterieur-Paket Chrom, Fahrassistenz-System: Fernlichtassistent Adaptive, Feuerlöscher, Kraftstofftank: vergrößert, Memory-Paket, Panoramadach (Glas), Parktronic-System PTS (vorn und hinten), Rückfahrkamera, Sitzbezug / Polsterung: Leder Exklusiv Nappa Style, Sitzheizung vorn, Spiegel-Paket, Sportsitze AMG Performance, Surround-System Burmester High-End, Vorrüstung für Batterieladegerät, Vorrüstung Mobiltelefon/Handy / Komfort-Telefonie / LTE-fähig, Abdeckplane Indoor Car Cover, Adaptives Bremslicht, Airbag Fahrer-/Beifahrerseite, Antriebs-Schlupfregelung (ASR), Beckenairbag vorn (Pelvisbag), Blinkleuchte in Außenspiegel integriert, Bremssättel Rot lackiert, Einschaltautomatik für Fahrlicht, Elektron. Sperrdifferential, Fahrassistenz-System: aktiver Bremsassistent, Fahrassistenz-System: Attention-Assist (Müdigkeitserkennungs-Sensor), Fahrassistenz-System: Auffahrwarnsystem mit Bremsfunktion (Collision Prevention Assist), Fahrassistenz-System: Berganfahrhilfe, Feststellbremse elektrisch, Fußmatten AMG, Gepäckraumabdeckung / Rollo, Getränkehalter vorn (doppelt), Heckflügelspoiler, Heckleuchten LED, Heckscheibe heizbar (ESG), Infotainment-System: Mercedes me connect, Interieur-Paket Chrom, Interieur-Paket: Silver Chrome (AMG), Karosserie: 3-türig, Keyless Go Startanlage, Kindersitzerkennung im Beifahrersitz (automatisch), Knieairbag Beifahrerseite, Knieairbag Fahrerseite, Komfort-Klimaautomatik (Thermotronik), Kopf-Airbag-System (Windowbag), Lenkrad (AMG Performance, Nappa / Dinamica), Mercedes-Benz Notrufsystem, Motor 4,0 Ltr. – 375 kW V8 KAT, Reifendruck-Kontrollsystem, Reiserechner, Schadstoffarm nach Abgasnorm Euro 6, Seitenairbag (Sidebag) vorn, Sonnenblenden mit Spiegel (beleuchtet), Sport-Auspuffanlage (AMG Performance), Sport-Fahrwerk (AMG Ride Control), Start/Stop-Anlage, Steckdose (12V-Anschluß), Wärmeschutzverglasung, Sitze XXL, Leder exklusiv.

  • S-Version
  • First Class Ausstattung
  • Unfallfreies deutsches Auto in Liebhaber-Zustand

Vor langer Zeit stand ein Schuljunge völlig fasziniert vor einem roten Jaguar E.  Er beschloss, wenn er groß ist, irgendetwas zu werden, was mit solchen Autos zu tun hat. Dieser Junge war ich und seither sind über 40 Jahre vergangen. Über die Jahrzehnte habe ich Hunderte Autos in der Hand und unter dem Hintern gehabt. Ferrari und Lamborghini, Porsche und BMW, Facel Vega und Talbot-Lago, Rolls-Royce und mehr. Da waren viele tolle Autos dabei, aber keiner kam je wieder an die Magie des Jaguar E heran – bis zu diesem Auto hier.

Ein Kunde brachte mir diesen AMG GTs. Mit gerade einmal 27.722 km ist er näher am Neu- als am Gebrauchtwagen. Ein Auto, das schon im Stand durch den Wind flutscht. Wie beim Jaguar E macht die Motorhaube gefühlt die Hälfte der Autolänge aus. Steht man vor dem Auto, fließt einem die Motorhaube förmlich entgegen. Der Kühlergrill funkelt wie ein Sternenhimmel und der Mercedes-Stern ist präsent wie beim legendären Flügeltürer. Hinter mächtigen Luftschächten lauern silbern die Ladeluftkühler. Hier ist es keine Show, der braucht diese Einlässe wirklich zum Luft holen. Die 19 Zoll großen Leichtmetall-Speichenräder haben Mühe die riesigen Bremsscheiben zu umfassen. Das Auge verhakt sich beim betrachten des Coupes nicht. Keine Ecken, keine Kanten. Der Blick findet keine gerade Linie und gleitet über sinnliche Wölbungen, die sich dem Betrachter sanft entgegen biegen, um sich doch gleich wieder entziehen. Eigentlich ist es mehr ein Negligé als eine Karosserie- und schwarz ist sie auch. So viel komplexer und raffinierter, als es auf den ersten Blick wirkt. Selbst die Seitenschweller sind nicht gerade und kommen dem Betrachter verhalten lasziv entgegen. Alles an diesem Auto ist rund und  sinnlich. Doch die Erotik bleibt stets subtil und widersteht der Übertreibung. Die Proportionen sind ästhetisch wie der goldene Schnitt. Leonardo da Vinci und Hugh Hefner hätten mit Kennerblick applaudiert. Und dann ist da dieses kleine „s“ hinter dem Kürzel GT. Das ist so etwas wie die Olive im Martini oder wie der Schönheitsfleck über dem Mundwinkel von Marylin Monroe. Es würde auch ohne gehen, aber dieses kleine Detail ist ungemein sexy –denn es bringt 48 zusätzliche PS und eine knappe halbe Sekunde von 0 auf 100.

Wenn man die Fahrertüre öffnet, steigt man nicht ein, man versenkt sich im Cockpit. Die Diamond Cut gesteppte Lederpolsterung der optionalen  AMG Performance Schalensitze lässt sich auf Knopfdruck an den Körper anlegen wie die Hand des heiligen Vaters auf den Kopf des reuigen Sünders – und zum Sünder wirst du in diesem Auto werden.

Über das Interieur des AMG GT schrieb David Staretz: „Hier drin herrscht Kindergeburtstag zu Weihnachten mit Feuerwerk und Blasmusik. Man weiß erst gar nicht, wo man zuerst hingreifen soll, wo man startet, Automatikstufe einlegt und welche Modi man wo initialisieren kann“.  Recht hat er und in diesem hier angebotenen Exemplar herrscht zu dem die schöne Welt der teuren Sonderausstattungen aus Premium-Leder, dem seidenmatt schimmerndem Silver Chrome Paket Interieur (-Exterieur auch), Burmester High End Surround System und den Fahrspaß noch zusätzlich steigerenden Draufdrückern- Pardon Switches, wie z.B. diese „AMG Performance Abgasanlage schaltbar.“  Eine etwas nüchterne Bezeichnung für ein akustisches Inferno mit Suchtfaktor. Der AMG GTs ist ein Rennwagen mit dem Komfort einer S-Klasse. Als ich mich bei der örtlichen Mercedes-Vertretung nach dem genauen Ausstattungsumfang dieser Fahrgestellnummer erkundigt habe, hat sich die Mitarbeiterin nach einem Blick auf den Bildschirm entschuldigt, sie habe nicht genug Papier im Drucker.

Der AMG GTs ist umweltfreundlich, denn er ist praktisch papierfrei. Die Bedienungsanleitung wird im Auto am Bildschirm aufgerufen. Da stehen dann sehr vielversprechende Sätze wie „Die durchdrehenden Räder erzielen auf losem Untergrund eine Fräswirkung für bessere Traktion“. Wenn man nach oben blickt sieht man durch das optionale Glasdach den Himmel. Das ist gut so, denn dann kann der liebe Gott einen besser im Blick behalten und leichter auf einen aufpassen.

Übers fahren muss man nicht viel schreiben. Der GTs kann alles. Über die Modi Comfort, I wie Individual, Sport und Sport plus kann  man das Auto der Tagesform seines Fahrers anpassen. Er knackt Dank dem kleinen unscheinbaren aber teuren s hinter dem Kürzel GT mühelos oder brüllend (je nach Modi) so ziemlich alles, was man bisher gefahren hat. In 1,7 Sekunden auf 50, in 3,6 auf 100, in 11,5 Sekunden auf 200. Es gibt Länder, da geht man für 200 km/h ins Gefängnis – in 11,5 Sekunden in den Knast. Sozusagen. Muss aber nicht sein, weil es umgekehrt noch schneller geht: Von 200 km/h auf 0 in 4,7 Sekunden – da rutscht die Ray Ban in Richtung Frontscheibe. Als auto motor und sport einen AMG GTs auf den Leistungsprüfstand stellte, wurden statt der versprochenen 510 PS mit 558 PS eine Mehrleistung von fast 10% ermittelt. Alles was ich je über schnelle Autos gehört, gelesen und selbst erfahren habe, im AMG GTs ist es drin. Die Chefredakteurin der Automobilrevue Susanne Hofbauer hat es trefflich ausgedrückt: „Wie ein Tier hört er sich an. Böse. Gut böse. Eine gutturale Detonation, ein brutales Aufblaffen, unterlegt mit einem heiseren Röcheln, dann hetzt der Gasfuß die Meute der Höllenhunde wieder hinauf in ein Crescendo, und vor der nächsten Kurve das gleiche Spektakel, wrrraafffffff!, mit einem Unterton, der an einen Gott erinnert, der Donner befiehlt.“

Nach einem Tiefflug im Sport plus Modus traue ich mich nicht mehr in den Race Modus. Den Race Modus zu aktivieren, heißt Cerberus von der Kette zu lassen. Das lass ich lieber. Walter Röhrl sagte einmal, ein Auto sei erst dann schnell genug, wenn man Angst vor ihm habe. Walter, ich weiß jetzt, dass das gar kein Witz war.

Der Race Modus sollte nur über einen zweiten Schlüssel aktiviert werden können, den man gegen Vorlage seiner Rennlizenz erhält. Tatsächlich braucht man aber nur eine Raste weiter klicken um den AMG GTs vollends zu entsichern. Es ist überhaupt erstaunlich, dass man für eine Piff-Paff Schreckschusspistole einen Waffenschein braucht, während diese Mittelstreckenrakete frei verkäuflich ist. Von den Genehmigungsbehörden ist wahrscheinlich nie jemand damit gefahren. Die haben nur geguckt und Daten gelesen. Wenn man ein so guter Fahrer ist, dass man annähernd ausfahren kann, was der AMG GTs drauf hat, dann braucht man für den Fun nicht mehr in den Europa Park. Dann hast du deinen Europapark in der Garage.

Und noch etwas: Dieses Auto ist so etwas wie die letzte Chance noch einmal so richtig, aber richtig richtig alles zu kriegen, was der x-fache Formel 1 Weltmeister mit seinen Top-Ingenieuren aus einem Sport-Coupe rausquetschen kann. Verbrenner-High-Tech vom allerfeinsten und dann noch mit dieser Superduperluxusausstattung. Wenn in zehn Jahren die Menschen ihrer emotionslosen Tesla müde geworden sind, werden sie sich nach solchen Männer-Autos mit Charakter zurück sehnen. Aber so etwas kann man dann nicht mehr bestellen – vorbei. Alle werden dir dann nur noch ihre Elektros und Wasserstoffer andrehen wollen- weil sie sich nicht mehr trauen, etwas anderes zu bauen. Top-Exemplare der AMG GTs, werden dann noch begehrter und entsprechend teuer sein. So etwas muss man zeitig kaufen- jetzt.

€ 92.500,– (Verkauf im Kundenauftrag)