Projekt Beschreibung

  • Hersteller: SS Automobiles Inc. (USA)

  • Typ: SSK

  • Erstzulassung: 01.07.1966

  • Tachostand: 40.548 mls

  • Motor: V8 Vergaser

  • Hubraum in ccm: 5.303 ccm

  • Leistung: 221 kW / 304 PS

  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h

  • Getriebe: Handgeschaltetes 4-Gang-Getriebe

  • Leergewicht: 1.190 kg

  • Abmessungen: Länge 4,25 m, Breite 1,70 m, Höhe 1,12 m

  • Lackierung: Glanzschwarz

  • Innenausstattung: Sitze und Seitenwandverkleidung in echt Leder mit Krokodil-Lederoptik, Teppiche schwarz.

  • Ausstattungsmerkmale: Verdeck, zusätzlich Persenning zum flachen abdecken des Innenraums, mitlenkender Fernscheinwerfer, echte Sidepipes, TÜV neu, Inspektion neu, Reifen neu, H-Kennzeichen.

Was ist Ihre Idealvorstellung von einem Vorkriegs-Sportwagen? Wahrscheinlich eine ewig lange Motorhaube mit einem mannshohen Kühlergrill davor, flankiert von großen Einzelscheinwerfern. Verchromte Auspuffrohre die rechts und links herausragen, eine niedrige Frontscheibe und eine luftige Sitzposition im lederumbördelten Cockpit. Einen Klang, dass sich beim starten der Hund des Nachbarn mit eingezogenem Schweif schleunigst in seine  Hütte verkrümelt und den es bei einem modernen Auto wegen der aktuellen Vorschriften so nie mehr geben kann. Eine Beschleunigung, die einen in den Sitz drückt und die einem schon fast Angst macht, was man aber nie zugeben würde. Trotz allem Abenteuer technisch zuverlässig und Vertrauen erweckend, mit präzisem Geradeauslauf, sauberen Bremsen, gut händelbar und ohne Zwischengas zu schalten. Und natürlich makelloser Zustand.  Hier bitte, er steht vor Ihnen: Excalibur SSK, 5,4 Liter, V8, handgeschaltet. Nicht ganz Vorkrieg, sondern 1966.  Nach 54 Jahren ist die Mutter aller Repliken selbst zum Klassiker geworden. Eine einzigartige Kombination aus Vorkriegsfahrgefühl und gewaltiger Sechzigerjahre-Dynamik, die einen betörenden, eigenständigen Charakter entfaltet. Das Ding einmal gefahren, sind Sie süchtig.   

 Der amerikanische Designer Brooke Stevens fertigte 1963 für Studebaker den Prototypen eines Sportwagens mit Vorkriegsoptik und orientierte sich dabei am berühmten Mercedes SSK. Diese Karosseriestudie wurde auf verschiedenen Autosalons ausgestellt. Studebaker entschied sich aber aus finanziellen Gründen gegen eine Serienproduktion. Da die Resonanz auf diesen Supersportwagen jedoch ausgesprochen positiv war, gründete der Designer Stevens seine eigene Autofabrik unter dem Namen SS und produzierte ab 1965 den jetzt Excalibur getauften Wagen in handwerklicher Kleinserie. Von dem hier angebotenen Excalibur SSK Roadster, zweisitzig und mit runden Kotflügeln, wurden zwischen 1965 und 1969 vermutlich ganze 154 Exemplare gebaut. Parallel wurde noch eine viersitzige Version, genannt Phaeton und eine Version mit langen Kotflügeln gefertigt. Doch die handwerkliche Qualität hatte ihren Preis: Ein Excalibur SSK kostete in Deutschland 1965 ohne Extras DM 42.000,- einen neuen Porsche 911 gab es für die Hälfte, einen Jaguar E Roadster für DM 27.000,–. Zu den Käufern gehörten z.B.  Steve McQueen, Dean Martin und Peter Ustinov.

Insgesamt fertigte Excalibur in fünf Serien und rund 30 Jahren ca. 3.300 Autos. Allerdings wurden die Excalibur bereits mit erscheinen der zweiten Serie im Jahre 1970 immer größer, schwerer und langsamer. Sie entwickelten sich vom puristischen Sportwagen mit überbordender Leistung immer mehr hin zum schweren Luxusauto. 

Nur die Serie 1 und davon die Exemplare mit 5,4 Liter Chevrolet Corvette V8 (es gab anfangs auch schwächere Studebaker-Motoren) sind ernsthafte und brachiale Sportwagen die man mit den Cobra’s vergleichen kann: 304 PS und 488 Nm beschleunigen den leichten Roadster in ganzen 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Spitze 210 km/h (!) Der Sound aus den seitlichen Auspuffanlagen ist gewaltig. Eigentlich dürfen Autos gar nicht mehr so klingen, doch das H-Kennzeichen und Baujahr 1966 machen es möglich. Glücklicherweise ist dieser Excalibur auch einer der wenigen Handschalter, der Großteil der knappen Produktion wurde mit Automatik ausgeliefert. 

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