Projekt Beschreibung

  • Hersteller: Mercedes-Benz

  • Typ: 190 SL 2.3

  • Amtliche Erstzulassung: 19.05.1959

  • Motor: Reihenvierzylinder, Einspritzmotor

  • Hubraum in ccm: 2.298 ccm

  • Leistung: 100 kW / 136 PS

  • Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h

  • Getriebe: 4-Gang-Schaltgetriebe

  • Leergewicht: 1.250 kg

  • Abmessungen: Länge: 4,22 m, Breite: 1,74 m, Höhe 1,32 m

  • Außenfarbe: Anthrazitmetallic (DB Farbcode 172)

  • Innenausstattung: Echt Lederpolsterung schwarz, Teppiche Haargarnboucle schwarz

Der Nachteil eines 65 Jahre alten Oldtimers ist, dass man es mit dem technischen Stand von vor 65 Jahren zu tun hat. Diese Technik war – verglichen mit heute – rustikal wie ein Blockhaus, auch wenn Mercedes auf dem Auto steht. Selbst eingefleischte 190 SL Fans geben nach dem zweiten Bier zu, dass es halt ein Traktor ist, aber eben ein verdammt schöner Traktor. Ein fummeliger Choke und ein hämmernder Motorlauf ab 4.000 U/min gehören einfach dazu. Außerdem fährt er bei weitem nicht so schnell und sportlich wie er aussieht. Kann man da nicht was machen?

Man kann:

Der Mercedes-Benz 190 SL gilt vielen Oldtimerfreunden als der schönste Nachkriegs-Mercedes überhaupt. Für viele Technik-Kenner ist der in den unkaputtbaren Mercedes-Baureihen W123 und w124 verbaute Mercedes 230 E Motor M102 der beste Mercedes-Vierzylindermotor überhaupt: sparsam, kräftig, zuverlässig. Warum also nicht beides miteinander kombinieren?  Die Vorteile liegen auf der Hand: Der 190 SL wird damit absolut alltagstauglich und ist endlich so schnell wie er aussieht. Er springt völlig problemlos an, egal ob der Motor kalt oder warm ist. Er klingt über 4.000 Umdrehungen nicht mehr wie ein Lanz-Bulldog und er hat jetzt eine komfortable Servolenkung ohne Lenkspiel, dafür mit direkterem Kontakt zur Straße. Die doofen Solex-Vergaser zicken nicht mehr rum und die der um 23% höheren Motorleistung angepasste Bremsanlage hat jetzt Scheibenbremsen vorne. Auch die Schaltung ist mit dem Getriebe des 230 E präzise geworden: Klack, Klack, Klack statt langer Schaltwege. Kühl- und Heizungssystem sind angepasst. Wenn Mercedes den 190 SL heute noch im Programm hätte, wäre er technisch wahrscheinlich genauso ausgerüstet. Das ist nämlich ein total stimmiges Gesamtpaket, das richtig Freude macht.

Dieses technische Upgrade wurde handwerklich so professionell umgesetzt, dass der TÜV nicht nur  alle Modifikationen abgenommen und eingetragen hat, sondern diesem 190 SL 2.3 auch das H-Kennzeichen zugeteilt hat. Das bräuchte er eigentlich gar nicht, denn er ist auch mit einem geregelten Katalysator ausgerüstet, aber so ein H-Kennzeichen passt natürlich an einen 190 SL.

Der bekannte Mercedes-Spezialist und Restaurator Böhringer-Wiltberger GmbH aus Baden-Württemberg, hat die Arbeiten und eine fotodokumentierte Totalrestaurierung (aber wirklich total…) 1993 für eine knappe Viertelmillion durchgeführt. Es wurden ein nagelneuer Mercedes 230 E Motor und ein nagelneues Getriebe verbaut. Vom sachverständigen Gutachter bekam dieser 190 SL die glatte Note 1. Weil besser geht nicht.

Endlich ein 190 SL der so schön fährt, wie er aussieht und so problemlos alltagstauglich ist, wie man es sich wünscht. Wenn Sie mit mit einem 190 SL liebäugeln, sollten Sie einen normalen 190 SL fahren und dann diesen bildschön restaurierten 190 SL 2.3. Es könnte sein, dass Sie nicht mehr aussteigen wollen.

€ 135.000,– (im Kundenauftrag)