Projekt Beschreibung

  • Hersteller: Mercedes-Benz

  • Modell: 300 S Roadster

  • Erstzulassung: 01.07.1954

  • Tachostand: 26.176 km (abgelesen)

  • Motor: Reihensechszylinder mit 3 Solex-Fallstromvergasern

  • Hubraum in ccm: 2.996 ccm

  • Leistung: 110 kW (150 PS) bei 5.000 U/min

  • Höchstgeschwindigkeit: 176 km/h

  • Getriebe: Synchronisiertes 4-Gang-Schaltgetriebe, Schalthebel am Lenkrad

  • Leergewicht: 1.760 kg

  • Abmessungen: Länge 4.700 mm, Breite 1.860 mm, Höhe 1.510 mm

  • Lackierung: Dunkelblau

  • Innenausstattung: Vollederausstattung in Leder Champignon, Teppiche und Schonteppiche in Velours Champignon

  • Ausstattungsmerkmale: Radio Becker Mexico mit elektrischer Antenne, elektrische Servolenkung, Bremskraftverstärker, Reserverad, Wagenheber, Bordwerkzeug.

Den Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer kennt so ziemlich jeder und meint, dass der das Spitzenmodell der damaligen Modellpalette war. Das ist aber nicht richtig. Zweifellos war der Flügeltürer das spektakulärste Auto aus Untertürkheim. Doch der edelste und teuerste Mercedes war der 300 S. Man kann die damalige Mercedes Klientel dieser Preisklasse in zwei Gruppen sehen: Neues Geld fuhr den 300 SL, altes Geld den feinen 300 S. Während der Flügeltürer mit DM 29.000,- in der Preisliste stand, kostete der 300 S mit DM 34.500,– noch einmal DM 5.500,– mehr. Schon für den bloßen Preisunterschied bekam man einen Ford Taunus.

Der in Handarbeit von von 1951 bis 1958 gebaute 300 S war Weltspitze. Motorjournalistenr der Schweizer Automobilrevue stellten nach einem ausgiebigen Test fest: „Nur gerade ein Ferrari Barchetta konnte dem Mercedes bei der Beschleunigung auf 120 km/h gefährlich werden. Es erscheint nach all dem fast unglaublich, dass der gleiche Wagen im Stadtverkehr auf Wunsch praktisch dauernd im vierten Gang gefahren werden kann.“

Der 300 S war nicht nur von demselben Designer entworfen worden, wie die legendären Vorkriegsmodelle 500 K und 540 K, er war auch der letzte Mercedes-Benz Pkw, der auf einem Rahmen aufgebaut wurde und dessen Karosserie abnehmbar war. Eine Verwechslung mit einem Mercedes 170 oder 220 aus dieser Zeit ist praktisch ausgeschlossen, weil die optische Präsenz und Wirkung des 300 S sofort vermittelt, dass man vor einem wahrhaft exklusiven und teuren Automobil steht. Allein schon die Länge der Motorhaube macht klar, mit welcher Automobil-Kategorie man es hier zu tun hat.

Der Mercedes-Benz 300 S wurde in drei Ausführungen gebaut: Coupe, Cabriolet und Roadster. Alle kosteten das Gleiche. Der Unterschied zwischen Cabriolet und Roadster war das voll versenkbare Dach des Roadsters, was dessen eleganter Heckpartie eine souveräne Sportlichkeit verlieh. Während vom Mercedes 300 SL Roadster 1. 858 Exemplare gebaut wurden, entstanden vom 300 S nur 141 Roadster. Die rechnerische Wahrscheinlichkeit einem 300 SL Roadster zu begegnen, ist damit 13 Mal höher, als auf einen der raren 300 S Roadster zu treffen.

Dieses Exemplar wurde 1954 in die USA ausgeliefert und Jahrzehnte später in Deutschland restauriert. Aus dem vom damaligen Direktor des Mercedes-Benz Werksmuseums Max-Gerit von Pein unterzeichneten  Zertifikat geht hervor, dass der Wagen noch mit seinem Originalmotor ausgerüstet ist. Der heutige Eigentümer erwarb den prächtigen Roadster bei dem renommierten Mercedes-Oldtimer-Spezialisten Mechatronik und hat ihn seit knapp 20 Jahren im Besitz. Der Roadster wurde in dieser Zeit regelmäßig gefahren und bestens gepflegt. Das Auto ist mit H-Kennzeichen zugelassen, startklar und braucht nichts. Ein 36-seitiges, strenges Classic Data Gutachten von einem namhaften Stuttgarter Ingenieurbüro bescheinigt diesem Mercedes-Benz 300 S Roadster die Note 2 minus.

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