Projekt Beschreibung

  • Hersteller: Rolls-Royce

  • Typ: Silver Shadow

  • Erstzulassung: 29.06.1970

  • Laufleistung: 104.000 km

  • Motor: V8-Zylinder, 2 SU-Vergaser

  • Hubraum: 6.141 ccm

  • Leistung: Laut Werksangabe „genügend.“ Zahlen wurden von RR nicht genannt.

  • Getriebe: 3-Gang Wandlerautomatik

  • Lackierung: silber über grau

  • Innenausstattung: Conolly-Volllederausstattung (original erstes Werksleder)

  • Ausstattungsmerkmale: Automatik, Servolenkung, Klimaanlage, Niveauregulierung, elektrische Fensterheber vorn und hinten, elektrische Sitzverstellung vorn, 3 Aschenbecher, 3 Zigarettenanzünder, Radio-Cassettengerät.

Warum diesen Rolls-Royce kaufen? Da gibt es mehrere mögliche Gründe. Vielleicht, weil einem kein anderes Auto so sehr verdeutlicht, was mit dem Begriff der guten alten Zeit gemeint ist. Als dieses  Auto gebaut wurde, hatten Konstrukteure und Qualitätsprüfer das sagen und der Beruf des Financial Controllers war noch nicht mal erfunden.

Wenn heute ein Hersteller vor der Wahl steht, einen Bauteil für € 62,53 oder für € 65,72 einzukaufen, dann drückt er den Preis des billigeren Bauteils erst einmal weiter runter. Rolls-Royce hingegen hat das für 65,72 genommen und dann geschaut, wie man das noch besser machen kann – auch wenn es nachher € 75,– kostete. Denn man sah sich in der selbstverständlichen Pflicht, dem Kunden das beste Auto der Welt zu liefern.

Wer sich mit offenen Sinnen einem historischen Rolls-Royce aus der Crewe Produktion widmet, findet Dutzende Beispiele für das legendär gewordene Qualitätsbestreben. Nehmen Sie z.B. einen der drei Zigarettenanzünder und wiegen ihn mal in der Hand. Und dann nehmen Sie den aus einem aktuellen Mercedes S oder Audi A8 – falls da überhaupt noch einer drin ist – und nehmen den in die andere Hand. Der aus dem Rolls-Royce ist von göttlicher Schwere, der andere lummeliger Billigramsch. Wenn Sie den Anzünder aus dem Rolls-Royce dem Radfahrer hinterherwerfen, der Ihnen gerade die Vorfahrt genommen hat, dann spürt der noch richtig Schmerz. Bei dem aus dem Benz merkt der gar nichts.

Die Innenbeleuchtung dieses Silver Shadow umfasst 8 Lampen, die Zeituhr können Sie noch ticken hören und die meisten Sicherungen können mit einem beiliegenden Draht wieder reaktiviert werden. Wenn Sie einen der Schalter betätigen, dann quittiert der das noch mit einem satt einrastendem „Klack.“ Die Sitze haben einen echten Federkern und eine Rosshaar-Unterpolsterung. Die Mechanik der elektrisch verstellbaren Vordersitze mutet massiver an, als die Vorderachsgeometrie eines VW Polo. Die Größe des Kofferraums und die niedrige Ladekante sind für Krimiautoren höchst inspirierend. Es gibt in einem alten Rolls-Royce unzähliges zu entdecken.

Am schönsten aber ist es einzusteigen, Platz zu nehmen und die Türe zu schließen, die schnöde Welt bleibt draußen. Man sitzt unglaublich souverän in perfekter Position, klappt sich die in der Rückenlehne integrierte Armlehne aus und lässt den Blick durch die Frontscheibe über die schöne Motorhaube wandern. Der Blick verfängt sich an den Flügeln der Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“ die Ihnen den Weg weist. Wohin Sie auch immer fahren werden, sie wird Sie stets begleiten und immer zwei Meter vor Ihnen ankommen. Im Innenraum schwelgen die Sinne zwischen Wilton-Teppichen, walnusswurzelholzgetäfelten Fensterbänken – breit genug um Blumentöpfe darauf zu stellen –  und einer Armaturentafel mit Schaltern aus massivem Metall und gravierter Beschriftung. Das dünne Lenkrad gleitet durch die Finger wie ein seidener Unterrock und über allem schwebt der geradezu opiate Duft des gepflegten Conolly-Leders, der auch nach fünf Jahrzehnten noch präsent ist.  Eine Fülle von Sinneseindrücken,  dabei haben wir noch nicht einmal den Motor gestartet…

Der hier angebotene Rolls-Royce Silver Shadow wurde 1970 in Genf durch die bekannte Garage de l’Athénée ausgeliefert.  1993 gehörte er einem deutschen Arzt, der ihn später an den Bestsellerautor Dr. Lothar-Günther Buchheim („Das Boot“) verkaufte und ihn 2014 wieder zurückkaufte, weil er ihn vermisste. Vor zwei Jahren haben wir diesen Rolls-Royce an zwei andere Mediziner verkauft, die damit 7.500 km zurückgelegt- und überwiegend Auslandsreisen unternommen haben. Weil man immer zu viele Autos und zu wenig Platz hat, steht er jetzt wieder zum Verkauf.

Er befindet sich in einem bemerkenswerten, unrestaurierten Originalzustand, ist matching numbers und im Werkslack (!). Lediglich die dunkelgrauen Flanken wurden später lackiert. Auch das unersetzliche Conolly-Leder ist original. Werkstattbelege aus den letzten 25 Jahren belegen die Arbeiten am Fahrzeug durch qualifizierte Adressen wie Auto-König in München, Bentley Salzburg oder STM Marlok. Wissende erkennen am unverbeulten Zustand der Radkappenränder, dass diese stets sachkundig abgenommen und nicht mit dem Schraubenzieher heruntergewürgt wurden. An dem Auto haben stets die richtigen Leute gearbeitet.

Dieser unrestaurierte Rolls-Royce ist jetzt genau 50 Jahre alt – und liegt doch voll im Trend, denn die umweltfreundlichsten Autos sind die, die nicht gebaut werden müssen. Weil sie nicht nur 8 Jahre halten, sondern eines für das Leben reicht. Qualität statt Recycling.

€ 29.900,– (im Kundenauftrag)

Für Anfragen rufen Sie uns bitte unter +49 (0)7443 / 1734704 an oder füllen Sie das nachfolgende Formular aus. Wir werden uns dann bei Ihnen melden: