Projekt Beschreibung

  • Hersteller: Rover (GB)

  • Typ: 3500 V8

  • Baureihe: Rover P6

  • Amtliche Erstzulassung: 01.07.1969

  • Motor: V8 Zylinder, 2 SU Vergaser

  • Hubraum in ccm: 3.530 ccm

  • Leistung: 103 kW / 140 PS

  • Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h

  • Getriebe: 3-Gang-Automatikgetriebe

  • Leergewicht: 1.340 kg

  • Abmessungen: Länge: 4,59m, Breite: 1,68 m, Höhe 1,41 m

  • Außenfarbe: old english white

  • Innenausstattung: Echt Lederpolsterung magnolia, Teppiche braun

Der Rover 3500 war eine Weiterentwicklung des äußerlich fast identischen Rover 2000. Der Rover 2000 war ein so tolles Auto, dass er 1964 zum Auto des Jahres gewählt wurde und den Mercedes 600 auf den zweiten Platz verwies.

Seine Technik war verblüffend modern. Mit notfalls abknickender Sicherheitslenksäule, Scheibenbremsen, Vorderachskonstruktion mit liegenden Schraubenfedern, Hinterachse in Verbundkonstruktion und Anbauteile aus Edelstahl, waren nur einige der technischen Feinheiten.

Richtig interessant wurde es im April 1968. Da kam der 3500 V8. Dieser V8 Zylindermotor ist legendär geworden. Der Morgan Plus 8 und der Range Rover wurden damit ebenso ausgerüstet, wie zahllose AC Cobra Repliken. Franco Sbarro verbaute gleich zwei davon hintereinander und machte seine Schöpfung Royale so zum V16 Zylinder.

Eine wahrhaft britische Exzentrik ist das vollwertige Reserverad, das zur Vergrößerung des Kofferraums wahlweise auch auf dem Kofferdeckel oben drauf montiert werden kann.

Man kann sagen, dass der optisch und technisch hochwertige Rover 3500 V8 ein Auto für Leute mit Geld war, die es aber nicht allzu deutlich zeigen wollten. In diese Richtung zielte auch der damalige Werbeslogan: „Outstanding. Ein Wagen, den nicht jeder fährt, weil nicht jeder seinen Wert beurteilen kann.“ So gab es viele Ärzte und Anwälte, die mit Rücksicht auf Ihre Mandanten und Patienten eben keinen Jaguar fuhren, sondern den diskreteren Rover wählten. Für sein Understatement wurde man belohnt: Während die meisten Jaguar XJ Sechszylinder waren, verfügte der Rover-Fahrer über einen V8 und über eine feinere Gesamttechnik.

Auch heute ist der Rover 3500 immer noch ein höchst exclusives Automobil. Das Kraftfahrtbundesamt führte am 1. Januar 2023 ganze 9 zugelassene Exemplare in seiner Zulassungsstatistik. Da wird ein Bentley schon fast zum Volkswagen für die Massen. Die Autobild Klassik schrieb unter der Überschrift „Völlig unterbewertet“ in einem sehr lesenswerten Artikel über den Rover: „In einem Rover 3500 steckt all das auf einmal, wofür sonst gleich mehrere Fahrzeuge benötigt werden. Ein P6 ist anders, ungewöhnlich und gemessen an seinen Talenten einfach viel zu billig. Warum bloß?“

Dieses außergewöhnlich authentische und originale Exemplar mit weitgehend Erstlack und Originalleder, wurde 2005 aus der Schweiz importiert und ist seit 2014 Bestandteil der Oldtimer-Sammlung eines Stammkunden, der ein Faible für die besonderen Klassiker hat. Regelmäßige Wartung und Bewegungsfahrten haben dafür gesorgt, dass keine Standschäden vorhanden sind. Deutsche Papiere und ein H-Gutachten liegen vor. In den letzten Jahren wurde der Wagen mit totem 07-Kennzeichen bewegt.

Natürlich hat ein Auto nach 50 Jahren Gebrauchsspuren, die hätte Ihr Wohnzimmersofa nach 50 Jahren auch, aber für eine puristische Käufergruppe liegt der Reiz eines Oldtimers auch darin, dass er eben nicht dasteht wie ein antiseptischer Neuwagen, sondern ehrlich, ungehübscht und authentisch – eben in Würde gealtert und nicht geliftet.

€ 13.500,– (im Kundenauftrag)